Gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG). (20.11.2020)

Fachverbände fordern Beibehaltung gesetzlicher Regelungen im hilfeorientierten Kinderschutz

Mit der Stellungnahme „Besserer Kinderschutz ist Kinderschutz, der bei den jungen Menschen ansetzt und bei Familien ankommt!“, die heute veröffentlich wurde, fordern acht Fachorganisationen gemeinsam die Beibehaltung bewährter Kinderschutzstandards und einen hilfeorientierten Kinderschutz.
Der im November vorgelegte Regierungsentwurf für das Kinder- und Jugend-stärkungsgesetz (KJSG), der von den Verbänden im Grundsatz begrüßt wird, gewährleiste dies im Kinderschutz noch nicht ausreichend.
Die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren, der Erziehungshilfeverbände (AFET - Bundesverband für Erziehungshilfe, Internationale Gesellschaft für Erzieherische Hilfen, Evangelischer Erziehungshilfeverband und Bundesverband katholischer Erziehungshilfeeinrichtungen) sowie des Deutschen Instituts für Jugendhilfe- und Familienrecht und des Deutschen Sozialgerichtstags warnt u.a. vor einer Entwicklung im Kinderschutz, „die eine multiprofessionelle Kooperation von Fachkräften und Berufsgeheimnisträger* innen verkürzt auf strukturierte Hand-lungsvorgaben und engführende Verfahren der Kontrolle und Weitergabe von Informationen an das Jugendamt.“