Aktuelle Themen

Tagungsdokumentationen

2016

16.-17.11.2016 in Berlin
Erziehungshilfe - un|planbar; Vielfalt beständig in Veränderung
AFET-Jahrestagung

Erziehungshilfen sind rechtlich und kulturell ein Spiegel ihrer Zeit. Erziehungsideen, Familienbilder, Lebenskonzepte und zentrale gesellschaftspolitische Themen sind beständig im Wandel. Kontinuitäten und Veränderungen in immer neuen Mischungen beeinflussen das, was von Erziehungshilfen erwartet wird. Prof. Dr. Christian Schrapper skizzierte, wie angesichts immer wieder unplanbarer Herausforderungen Erziehung und Erziehungshilfen trotzdem gelingen können. Dr. Jens Braak, Physiker und Chaosforscher, zeigte, wie wir im beruflichen und persönlichen Alltag erfolgreich und konstruktiv mit Zufall und Unberechenbarkeit umgehen können. AFET-Mitglieder, der Vorstand, der Fachbeirat, der Ausschuss Theorie und Praxis der Erziehungshilfe und der Ausschuss Jugendhilferecht und Jugendhilfepolitik gestalteten insgesamt 12 Fachforen u.a. zu den Themen: Junge Flüchtlinge, Schulassistenz, SGB VIII Reform, Ombudschaften, Fachkräftebedarf, Krisenintervention, Betriebserlaubnis/Heimaufsicht und zur Herausforderung Inklusion in der stationären Erziehungshilfe. 

Nachstehend finden Sie die Tagungsdokumentation:

Vorträge:

Fachforen I:

Fachforen II:

Fachforen III:

Impressionen der Tagung finden Sie hier.

  


26.-27.09.2016 in Berlin
"Was wir alleine nicht schaffen ... Prävention und Gesundheitsförderung im kooperativen Miteinander von Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen"

Die Fachtagung  "Was wir alleine nicht schaffen ... Prävention und Gesundheitsförderung im kooperativen Miteinander von Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen" fand im Centre Français Berlin statt.

Die Tagung wurde von der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe ( AGJF) im Deutschen Institut für Urbanistik in Kooperation und dem AFET - Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. veranstaltet. Zur Tagungsdokumentation gelangen Sie hier.


23.09.2016 in Hannover
„Inklusion zwischen Realität und Rhetorik in der schulischen und außerschulischen Erziehungshilfe“

Die Fachtagung „Inklusion zwischen Realität und Rhetorik in der schulischen und außerschulischen Erziehungshilfe“ fand am 23. September 2016 an der Leibniz Universität Hannover statt und wurde organisiert vom Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen in Kooperation mit AFET, EREV und dem Verband Sonderpädagogik e. V. (VDS).

Das 4. Werkstattgespräch verstand sich als Forum für einen theoretischen wie praxisbezogenen Dialog im Spannungsverhältnis von Inklusionsrealität und Inklusionsrhetorik. Die Fachtagung bot mit einem vielfältigen Programm neben fachwissenschaftlichem Input insbesondere Möglichkeiten für einen kollegialen Austausch von Fachkräften in den Handlungsfeldern Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Jugendstrafvollzug.


14.06.2016 in Frankfurt/M.:
Gemeinsame Fachtagung der Erziehungshilfefachverbände Deutschlands:
„Vom Kind aus denken?! Inklusives SGB VIII“ Einordnung der Überlegungen und Entwürfe der Bundesregierung zur Weiterentwicklung und Steuerung der Kinder- und Jugendhilfe, 

Die Umsetzung einer inklusiven Lösung im SGB VIII wird von den Bundesfachverbänden für Erziehungshilfen (AFET, BVkE, EREV, IGfH) schon lange nachdrücklich begrüßt. Gleichzeitig sind seit einigen Jahren auch andere Neuregelungsbereiche in der Diskussion wie die Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe, die Reform der Betriebserlaubnisverfahren und die sozialräumliche Neuausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Themen werden schon lange von den Verbänden bewegt, aber offiziell vor allem in Bund-Länder Arbeitsgruppen bearbeitet. Alle Reformdiskurse sollen 2016 in eine Gesamtreform des SGB VIII münden. Dieser vierte gemeinsame Fachtag der Fachverbände für Erziehungshilfen stellte Überlegungen des Bundes vor und zur Diskussion.

Den Tagungsflyer finden Sie hier.


 

01.06.2016 in Hannover

Fachtagung Flucht - Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft

Die Tagung war ausgebucht. 200 TeilnehmerInnen interessierten sich für dieses Thema. Wie entwickelt sich diese neue Angebotsform? Was macht der Bund? Wie ist die Umsetzung vor Ort? Welche Unterstützung benötigen die Gasteltern? Welche Veränderungen bringt diese Unterbringung von jungen Flüchtlingen in Gastfamilien für die Pflegekinderhilfe mit? Welche bisher gültigen fachlichen Annahmen gilt es neu zu reflektieren? Einige der Fragen, die von den Referierenden aufgegriffen und reflektiert wurden. Die Kooperationstagung gab viele Impulse und Anregungen, die in Form von einer Tagungsdokumentation nur schwer wiederzugeben sind. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die entsprechende Homepageseite.

Die Fachtagung wurde gemeinsam durchgeführt vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie - Landesjugendamt, der Universität Hildesheim-Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, der IGfH, dem Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. sowie dem AFET. Entsprechend vielfältig war die Zusammensetzung der ReferentInnen und der Teilnehmenden. Jugendämter wie freie Träger und Fachverbände waren vertreten. Die Nds. Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sprach ein Grußwort.

Ergänzende Hinweise:
Das Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie - Landesjugendamt- hat eine Handreichung zur Weiterentwicklung der Vollzeitpflege in aktualisierter Auflage herausgegeben.

Darüber hinaus hat das Land Nds. gemeinsam mit den niedersächsischen Kommunen und der "Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS Bremen)" "Anregungen und Empfehlungen zur Vollzeitpflege" entwickelt.

In Niedersachsen gibt es eine Ringvorlesung zur Pflegekinderhilfe.

Flyer zur Tagung

 


31.05.2016 in Hannover

ExpertInnengespräch zur Schulbegleitung im Kontext der multiprofessionellen Arbeit an inklusiven Regelschulen

Am 31.05.2016 veranstaltete der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe das zweite interdisziplinäre ExpertInnengespräch zur Schulbegleitung, das aus Mitteln des BMFSFJ gefördert wurde.

Rund 40 VertreterInnen der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfeträger, der Schulen,  Schulverwaltung, Landesministerien und Wissenschaft tauschten sich in Hannover über die Rolle der SchulbegleiterInnen im Kontext der multiprofessionellen Arbeit an inklusiven Regelschulen aus.

Die Veranstaltung baute auf Erkenntnissen des ersten ExpertInnengesprächs zu rechtlichen und fachlichen Spannungsfeldern beim Einsetzen von SchulbegleiterInnen nach § 35a SGB VIII und § 54 SGB XII in Regelschulen auf.

Unter der Berücksichtigung aktueller bundesrechtlicher Vorhaben, im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes die Schulbegleitung an Regelschulen als „gepoolte“ Leistung zu ermöglichen, präsentierten die ExpertInnen ihre kommunalen Modelle und Projekte zur Schulbegleitung an Regelschulen, bei denen die SchülerInnen mit ihrem individuellen Bedarf an Förderung und Hilfe im Fokus stehen, die Unterstützung dann auch in einem „Pool“ erfolgen kann.

Mit besonderem Blick auf die Kooperation der Systeme und das multiprofessionelle Arbeiten an inklusiven Regelschulen und unter besonderer Berücksichtigung des individuellen Förderbedarfes und des Rechtsanspruchs auf Unterstützung jedes einzelnen Kindes gingen die geladenen ExpertInnen in ihren Statements auf folgende Leitfragen ein:

  • 1. Wie können die SchulassistentInnen individuell begleiten und gleichzeitig ein Teil des Systems Schule werden?
  • 2. Welche Rolle hat die Schulbegleitung in der Verantwortungsgemeinschaft an Regelschulen?
  • 3. Wie muss die Verantwortungsgemeinschaft an Schulen strukturell, organisatorisch, methodisch und personell organisiert sein,
  • 3a. um den individuellen Rechtsanspruch auf Hilfe und den Unterstützungsbedarf des jeweiligen Kindes zu gewährleisten?
  • 3b. um das multiprofessionelle Arbeiten an inklusiver Regelschule zu befördern?

Zur Verantwortungsgemeinschaft an Schulen - zu ihren personellen, organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen - erstellten die Teilnehmenden ein gemeinsames Schema.

Dokumentation des ExpertInnengesprächs

SchulbegleiterInnen zwischen EinzelfallhelferInnen und MitgestalterInnen des multiprofessionellen Arbeitens an Schulen
Eva Dittmann, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH

Schulbegleitung in Dortmund (SchubiDo)
Thomas Hilsmann, Fachbereich Schule, Dortmund
Margit Dreischer, Oesterholz Grundschule

Lübecker Modell Poolbildung Integrationshilfen an Schulen
Eva Mesch, Fachbereich Kultur und Bildung, Familienhilfen/Jugendamt, Hansestadt Lübeck
Brigitte Czermak, Koordination Kooperative Erziehungshilfe, Schule
Timur Aytekin, Koordinator schulische Hilfen, Kinder- und Jugendhilfeverbund
Roland Combach, Leiter Schulbegleitdienst, Malteser Hilfsdienst

Schulische Assistenz an den Grundschulen des Landes Schleswig-Holstein
Dr. Heide Hollmer, Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein

Unterstützende Sozialarbeit (USO) in Celle
Georg Schäfer, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Celle
Stefanie Hamburg, Sozialarbeiterin und zuständig für Eingliederungshilfe gem. § 35 a SGB VIII
Clemens Köhneke, Grundschule Nadelberg in Celle/Stiftung Linerhaus

Flexible strukturierte Integrationshilfe in Schulen (FlexsiS) in Speyer
Claudia Völcker, Fachbereich Jugend, Familie, Senioren, Soziales, Bildung und Sport, Speyer

Schulbegleiter und Schulbegleiter an Förderschulen
Geistige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen:
Soziodemografie, Tätigkeitsspektrum und Qualifikation

Schulbegleitung:
Eine deskriptive Analyse der Rahmenbedingungen

Hier finden Sie einige Impressionen der Veranstaltung:

Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4, Bild 5, Bild 6
 

15.01.2016 in Hamburg

Junge Volljährige suchen (Aus)Wege! Von Prachtstraßen, Sackgassen und Wendepunkten

Mit dieser Tagung hat der AFET gemeinsam mit seinem Mitglied SME-Jugendhilfezentrum aus Hamburg die Debatten des 14. Kinder- und Jugendberichtes aufgegriffen und nach Antworten zu ausgewählten Fragestellungen im Kontext „Junge Volljährige“ gesucht.

  • Wie ist es um junge Volljährige in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere in der Erziehungshilfepraxis bestellt?
  • Welchen pädagogischen, fachlichen und politischen Nachhol- oder Handlungsbedarf gibt es für die Erziehungshilfe?
  • Welche neuen Konzepte brauchen wir?
  • Wie ist es um „entkoppelte Jugendliche“ (DJI-Studie), also Jugendliche, die von den Hilfesystemen kaum noch oder nicht mehr erreicht werden, bestellt?

Die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Erziehungshilfen haben die Aufgabe, Kinder und Jugendlichen bei der Suche nach (Aus)Wegen zu unterstützen, wobei es gilt, Einbahnstraßen und Irrwege möglichst zu vermeiden/vermeiden zu helfen: individuell, gesellschaftlich und in der Fachpraxis! Die Tagung soll dazu einen Beitrag leisten.

Neben theoretischen Inputs und Beiträgen wurden von PraktikerInnen in Fachforen bereits beschrittene Wege aufgezeigt, vorgestellt und diskutiert.

Die Hauptvorträge hielten:

Die Fachforen wurden geleitet:

Impressionen der Tagung finden Sie hier.

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