Geschäftsbericht

Der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. gibt mit dem Geschäftsbericht 2015 in gewohnter Gliederung einen Einblick in die vielfältigen verbandlichen Aktivitäten des zurückliegenden Jahres.

Große Themen in 2015 waren:

Vereinbarungen in den ambulanten Erziehungshilfen – nur im Dialog entsteht Qualität!
Der AFET hat gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter eine überdurchschnittlich gut besuchte Fachtagung durchgeführt und wegen der großen Nachfrage folgerichtig im Verlauf des Jahres 2015 in einer Arbeitsgruppe des Ausschusses Jugendhilferecht und Jugendhilfepolitik die Grundlagen für die Publikation einer Orientierungshilfe „Vereinbarungen für ambulante Erziehungshilfen verhandeln – Qualität entsteht im Dialog“ erarbeitet, die  im August 2016 veröffentlicht wird.

Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge
Die Situation der unbegleitet vor Krieg und Terror nach Deutschland geflohenen jungen Menschen hat die Fachdiskussion des AFET im ganzen Jahr deutlich geprägt. Der AFET Vorstand hat eine Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher abgegeben und sich an den Anhörungen des Bundesministeriums beteiligt. In Kooperation mit den Erziehungshilfefachverbänden Deutschlands wurde dazu eine Fachtagung durchgeführt, die Parlamentarierinnen und Parlamentarier des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages wurden gemeinsam zum inzwischen 5. Parlamentarischen Gespräch eingeladen und die Erziehungshilfefachverbände haben einen gemeinsamen Aufruf zum Gesetzentwurf der Bundesregierung verabschiedet.

Schutz von Kindern und Jugendlichen
Der Kinderschutz war ein weiterer wichtiger Schwerpunkt im Jahr 2015. Der AFET hat eine Stellungnahme im Rahmen der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes abgegeben und eine gut besuchte Fachtagung dazu durchgeführt mit dem Thema „Professioneller Kinderschutz oder (eher) Selbstschutz Hinweise und Empfehlungen aus der Praxis öffentlicher und freier Jugendhilfeträger zum „8a – Verfahren“.

Die inklusive Perspektive: SchulbegleiterInnen an inklusiven Schulen
Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geplante Inklusive Lösung im
SGB VIII und die gemeinsame Verantwortung für alle Kinder und Jugendlichen, ob mit und ohne Behinderungen, unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe war ein weiteres wichtiges Thema im AFET. Die bekannten Probleme und Fragen zur Ausgestaltung der Praxis der Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter an Schulen war Anlass für ein erstes Expertengespräch, in dem die Spannungsfelder der föderal Beteiligten beschrieben wurden und das in 2016 thematisch fortgesetzt wird mit Blick auf die zukunfts- und arbeitsfähige Modelle für die Verantwortungsgemeinschaft von Jugendhilfe und Schule.
Der AFET dankt dem BMFSFJ für die finanzielle Förderung und für die gute Zusammenarbeit in 2015. Unser besonderer Dank gilt allen, die die Arbeit des AFET durch ihr Interesse und ihr aktives Engagement unterstützt haben in den AFET Gremien, durch die Mitarbeit bei den Fachtagungen und Expertengesprächen, für die schriftlichen Beiträge, die fachliche Begleitung. Den benachbarten Fachverbänden dankt der AFET für die gute und vertrauensvolle Kooperation.

Hannover, im Mai 2016
Rainer Kröger
Vorsitzender

Jutta Decarli
Geschäftsführerin

                                                      


Seit 2010 ist der Geschäftsbericht nur noch als PDF-Dokument erhältlich:

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