Aktuelle Themen Sitzungen Mitglieder

AFET-Fachausschuss "Theorie und Praxis der Erziehungshilfe"

Aktuelle Themen

Der Fachausschuss beschäftigt sich aktuell mit folgenden Themenschwerpunkten:

  • Schulbegleitung nach § 35a SGB VIII und § 54 SGB XII

Mit dem auf das Kind und seine Rechte auf Teilhabe, eine adäquate Beschulung, Bildung und Förderung gerichteten Fokus veranstaltete der AFET in der Federführung des Fachausschusses „Theorie und Praxis der Erziehungshilfe" im November 2015 das erste interdisziplinäre ExpertInnengespräch zu rechtlichen und fachlichen Spannungsfeldern von Schulbegleitungen an Regelschulen. Im Mai 2016 fand das zweite interdisziplinäre ExpertInnengespräch zur Schulbegleitung im Kontext der multiprofessionellen Arbeit an inklusiven Schulen statt. Dabei ging es um kooperative Praxismodelle beim Einsetzen von SchulbegleiterInnen in Regelschulen.

Darauf folgte am 27.09.2017 die AFET-Tagung „Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern - Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?".
Während der Tagung präsentierte der AFET seine neue Expertise „Funktion und Funktionalität von Schulbegleitung im inklusiven Schulsystem!?". Diese kann hier bestellt werden.

  • Professionelle Haltungen in den erzieherischen Hilfen

Der TuP befasst sich seit zwei Jahren mit dem Selbstverständnis und der Haltung in der Profession Soziale Arbeit. In 2016 widmete sich der Fachausschuss den Schwerpunkten der Haltung und Qualifikation der Fachkräfte mit einem besonderen Blick zum einen auf die Entscheidungskultur und zum anderen auf den Einfluss der Zuwanderung von UMF auf die Fachlichkeit und Weiterentwicklung der Fachkräfte in HzE.
Prof. Dr. Holger Ziegler von der Universität Bielefeld, bezog sich in seinem Gastvortrag im Januar 2017 auf die professionellen Haltungen der Fachkräfte der Sozialen Arbeit und die professionellen Organisationen, die wiederum einen Einfluss auf die Haltung der agierenden Akteure haben können. Die Jugendhilfe sei in ihren Entscheidungen sehr interpretations- und deutungsorientiert. Dabei spielen die normativen Ziele und Festlegungen der Bedarfe eine wesentliche Rolle. Mit Blick auf den normativen Aspekt der Haltung bezeichnete Prof. Ziegler sie als normative Wohlfahrts- und Gerechtigkeitsmentalität. So handelt es sich bei der Sozialen Arbeit um normativ-voraussetzungsvolle Praxis. Dabei stehen unterschiedliche Auslegungen von Gerechtigkeit im Mittelpunkt.
Aktuell befasst sich der Ausschuss mit der Frage der sozialpädagogischen Haltung in Verbindung mit der Erteilung von Auflagen.

  • SGB VIII-Reform/BTHG und die inklusive Lösung

Das inklusive SGB VIII wurde seit Sommer 2015 im Bundesfamilienministerium bearbeitet.
Der Fachausschuss Theorie und Praxis der Erziehungshilfe verfolgte diesen Arbeitsprozess.
Am 17.03.2017 hat das BMFSFJ einen Referentenentwurf vorgelegt. In den AFET-Gremien wurde der Referentenentwurf intensiv besprochen.
Mit Blick auf die Überlegungen in Richtung eines inklusiven Hilfeplans veranstaltete der AFET am 09.11.2017 unter Federführung des Fachausschusses ein ExpertInnengespräch „Was müssen wir voneinander wissen? – Erste Schritte auf dem Weg zur inklusiven Hilfeplanung".
Aktuell erarbeiten beide AFET-Ausschüsse eine Praxishilfe zu wesentlichen Änderungen des BTHG ab 2018 und möglichen Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe.

  • Jugendhilfeplanung

Der Fachausschuss hat das Thema Jugendhilfeplanung aufgegriffen und möchte sich in den kommenden Sitzungen mit folgenden Fragen befassen:
- Was macht die Jugendhilfeplanung aus?
- Was sind die Grundpfeiler der Jugendhilfeplanung mit Blick auf die Inklusion?
- Wie müssen die Schnittstellen planerisch mitberücksichtigt werden?
- Planung bedeutet Handlungsfähigkeit. Was bedeutet das für die und in der Praxis?

  • Rolle der Berufsgeheimnisträger bei der Gefährdungseinschätzung nach § 8a SGB VIII

Mit Blick auf § 8a SGB VIII und die Rolle der Berufsgeheimnisträger wurde im Arbeitsentwurf zur SGB VIII – Reform vom 23.08.2016 eine stärkere Beteiligung der Berufsgeheimnisträger an der Gefährdungseinschätzung beabsichtigt. Leider sagte der Entwurf nichts darüber aus, wie diese Beteiligung gestaltet werden sollte. Bis jetzt führten die Jugendämter in alleiniger Verantwortung die Gefährdungseinschätzung durch.
Mit Blick auf die aktuelle Formulierung im BKiSchG und Art. 6 Abs. 2 GG sind Kinder und Eltern die ersten Ansprechpartner bei der Abwendung der Gefährdung. Erst wenn sie nicht in der Lage sind, es verweigern oder der wirksame Kinderschutz gefährdet ist, erfolgt ein Vorgehen ohne ihr Einverständnis.
Die Ausschussmitglieder stellten fest, dass bis dato die Verantwortungsgemeinschaft ausdrücklich im § 4 KKG thematisiert wird. In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, sich über den Mehrwert jedes einzelnen Akteurs auszutauschen, der im Sinne der Verantwortungsgemeinschaft an der Gefährdungseinschätzung beteiligt ist, oder noch stärker beteiligt werden möchte.
Bezüglich der gesamtstaatlichen Verantwortung im und für den Kinderschutz müsste die Rolle der Berufsgeheimnisträger näher beleuchtet werden. Wo liegt aktuell das Defizit und braucht die Praxis dafür eine Gesetzesänderung? Sollte nicht eher der Dialog zwischen den Jugendämtern und den Berufsgeheimnisträgern verstärkt werden, oder brauchen z.B. die Kinder- und Jugendärzte mehr Information darüber, wie sie die Kinderschutzthemen mit den Bertoffenen ansprechen?


Über ältere Themen des Fachausschuss können Sie sich im Archiv informieren.


 

 

 

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Sitzungen

Termine 2018:
08./09.11.2018 in Hannover (gemeinsam mit dem FA Jugendhilferecht und Jugendhilfepolitik

Termine 2019:
12./13.02. in Hannover
16./17.05. in Hannover
07./08.11. 2019 NN

Kontakt in der Geschäftsstelle
Der Ausschuss wird persönlich betreut und begleitet von Dr. Koralia Sekler, Referentin in der Geschäftsstelle. Bei Fragen oder wichtigen Informationen für den Verband erreichen Sie diese unter Tel. 0511/35 39 91-47; sekler@afet-ev.de

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Mitglieder

Albus, Stefanie

Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaft
AG 8 Soziale Arbeit
Universitätsstr. 25
33615 Bielefeld
Tel. 0521-1063305
www.uni-bielefeld.de

 

 
Bärthlein, Thomas
Regionalleiter

Rummelsberger Dienste für jungen Menschen gGmbHKinder- und Jugendhilfe Nürnberger Land
Rummelsberg 33
90592 Schwarzenbruck
Tel.: 09128-502794
www.rummelsberger.de

 

 
Böth, Alexandra
Bereichsleitung MPS

St. Elisabeth-Verein e. V.
Hermann-Jacobsohn-Weg  2
35039 Marburg
Tel.: 06421/1808-36
www.elisabeth-verein.de

 

 
Grasshoff, Prof. Dr. Gunther
Professor

Universität Hildesheim
Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
www.uni-hildesheim.de

 

 
Hinken, Florian
Regionalleitung Peine-Salzgitter

Elisabethstift gGmbH
Zum Schäferstuhl 161
38259 Salzgitter
Tel.: 05341-8150-119
www.elisabethstift.de

 

 
Jung, Markus
Geschäftsführer

DASI Berlin gGmbH
Tempelhofer Damm 146
12099 Berlin
Tel.: 030-253904-0
www.dasi-berlin.de

 

 
Kock, Thomas
Leiter

Ev. Jugendhilfe Rendsburg
Jugendhilfenetzwerk Nord-Ost
Aalborgstr. 17-19
24768 Rendsburg
Tel. 0 43 31/1 38-104
www.netzwerk-nord-ost.de/

 

 
Lambrecht, Stefanie
Fachdienstleiterin

Magistrat der Universitätsstadt Marburg
Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
Friedrichstr. 36
35037 Marburg
Tel. 06421 201-1441
www.marburg-stadt.de

 

 
Lindner-Witt, Karsten
stv. pädagogischer Leiter

AMBER gGmbH Holtermann-Witt
Ambulante Erziehungshilfen und familienorientierte Angebote
Pfarrer-Seippel-Str. 8
32547 Bad Oeynhausen
Tel.: 05731-8420269

 

 
Mengedoth, Ralf
Leiter

Ev. Jugendhilfe Schweicheln
Matthias-Siebold-Weg 4
32120 Hiddenhausen
Tel. 05 221 / 9 60 – 2 10
www.ejh-schweicheln.de/

 

 
Muerköster, Marion
Jugendamtsleiterin

Landeshauptstadt Kiel
Jugendamt
Andreas Gayk-Str. 31
Neues Rathaus
24103 Kiel
www.kiel.de

 

 
Pflaum, Sabine
Fachbereichsleitung

Verbund CJD Niedersachsen Nord-West
Einrichtungsleitung CJD Nienburg
CJD Nienburg
Zeisigweg 2
31582 Nienburg
Tel.: 05021-9711-10
www.cjd-jugenddorf-nienburg.de/jd-nienburg

 

 
Schäfer, Georg
Stv. Fachbereichsleiter

Jugend- und Sozialamt
Helmuth-Hörstmann-Weg 3
29221 Celle
Tel. 05141 12 5101

 

 
Schäfer, Kathrin
Abteilungsleiterin

Stadt Chemnitz
Amt für Jugend und Familie
Abt. Sozialdienst
Bahnhofstr. 53
09106 Chemnitz
Tel.: 0371-4885150
www.stadt-chemnitz.de

 

 

 
Schipmann, Werner
Referent

VPK - Bundesverband e.V.
Albestr. 21
10179 Berlin
Tel. 030 89625237
www.vpk.de

 

 
Schmidt, Frank
Bereichsleiter Soziale Dienste und Erzieherische Hilfen, stv. Jugendamtsleiter

Stadt Nürnberg
Jugendamt
Dietzstr. 4
90443 Nürnberg
Tell: 0911-231 2313
Fax: 0911-231-2321
www.jugendamt.nuernberg.de

 

 
Schulz, Dagmar
Leitung

Landkreis Lüchow-Dannenberg
Fachdienst Jugend, Familie, Bildung
Königsberger Str. 10
29439 Lüchow (Wendland)
Tel.: 05841-120-360
www.luechow-dannenberg.de

 

 

 
Seiser, Rene
Fachplaner

Kommunaler Sozialer Dienst der Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Jugend und Familie
Fachplanung Erziehungshilfen
Blumenauer Str. 5-7
30449 Hannover
Tel. 0511-168-46388
www.hannover.de

 

 

 
Spilker, Andreas
Jugendamtsleiter

Stadt Herford
Jugendamt
Auf der Freiheit 23
32052 Herford
Tel. 05221-189 682
www.herford.de

 

 
Wagner, Brigitte
Teamleitung

Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Landesjugendamt FB I
Teamleitung
"Hilfen zur Erziehung, Schutz von Kindern und Jugendlichen"
Schiffgraben 30-32
30175 Hannover
Tel.: 0511-89701-363
www.soziales.niedersachsen.de

 

 
Wirth, Nadja
Fachberaterin

LWL Landesjugendamt
Referat Erzieherische Hilfen
Beratung - Jugendhilfeplanung - Förderung
Warendorfer Str. 25
48145 Münster
Tel.: 0251-591-3611
www.lwl.org

 

 
Wittichow, Gabriele
Bereichsleiterin

CJD Insel Usedom-Zinnowitz
Dr. Wachsmann-Str. 26
17454 Zinnowitz
Tel.: 038377/3 62-0
www.zinnowitz.cjd.de

 

 

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