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Kindeswohlgefährdungseinschätzungen durch Jugendämter 2015

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2015 rund 129 000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr (4.10.2016).

Nähere Informationen (Pressemitteilung Destatis 11.09.2015):

Gefährdungseinschätzungen nach Ländern

Zum Vergleich die Zahlen von 2012, 2013 und 2014

Kindeswohlgefährdungsstatistik 2014

Kindeswohlgefährdungseinschätzungen 2013

Kindeswohlgefährdungsstatistik 2012

Hintergrund: Kindeswohlgefährdungsmeldungen an Jugendämter

Im Jahr 2012 wurde erstmals eine Erhebung über Verfahren gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) durchgeführt.

Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht.

Die Auswertungen enthalten verschiedene Aspekte  z.B. darüber, wer gemeldet hat, wie alt die gefährdeten Kinder/Jugendlichen waren oder die Einschätzung, ob ein akuter oder latenter Handlungsbedarf bestand.

 

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