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Kindeswohlgefährdungseinschätzungen durch Jugendämter 2016

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136 900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bedeutet dies erneut einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren und zwar um 5,7 % gegenüber 2015 (4.10.2017).

Gefährdungseinschätzungen nach Ländern

Zum Vergleich die Zahlen von 2012, 2013 und 2014 und 2015

Kindeswohlgefährdungsstatistik 2015

Kindeswohlgefährdungsstatistik 2014

Kindeswohlgefährdungseinschätzungen 2013

Kindeswohlgefährdungsstatistik 2012

Hintergrund: Kindeswohlgefährdungsmeldungen an Jugendämter

Im Jahr 2012 wurde erstmals eine Erhebung über Verfahren gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) durchgeführt.

Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht.

Die Auswertungen enthalten verschiedene Aspekte  z.B. darüber, wer gemeldet hat, wie alt die gefährdeten Kinder/Jugendlichen waren oder die Einschätzung, ob ein akuter oder latenter Handlungsbedarf bestand.

 

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