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ExpertInnengespräch zur Schulbegleitung im Kontext der multiprofessionellen Arbeit an inklusiven Regelschulen

Am 31.05.2016 veranstaltete der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe das zweite interdisziplinäre ExpertInnengespräch zur Schulbegleitung, das aus Mitteln des BMFSFJ gefördert wurde.

Rund 40 VertreterInnen der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfeträger, der Schulen,  Schulverwaltung, Landesministerien und Wissenschaft tauschten sich in Hannover über die Rolle der SchulbegleiterInnen im Kontext der multiprofessionellen Arbeit an inklusiven Regelschulen aus.

Die Veranstaltung baute auf Erkenntnissen des ersten ExpertInnengesprächs zu rechtlichen und fachlichen Spannungsfeldern beim Einsetzen von SchulbegleiterInnen nach § 35a SGB VIII und § 54 SGB XII in Regelschulen auf.

Unter der Berücksichtigung aktueller bundesrechtlicher Vorhaben, im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes die Schulbegleitung an Regelschulen als „gepoolte“ Leistung zu ermöglichen, präsentierten die ExpertInnen ihre kommunalen Modelle und Projekte zur Schulbegleitung an Regelschulen, bei denen die SchülerInnen mit ihrem individuellen Bedarf an Förderung und Hilfe im Fokus stehen, die Unterstützung dann auch in einem „Pool“ erfolgen kann.

Mit besonderem Blick auf die Kooperation der Systeme und das multiprofessionelle Arbeiten an inklusiven Regelschulen und unter besonderer Berücksichtigung des individuellen Förderbedarfes und des Rechtsanspruchs auf Unterstützung jedes einzelnen Kindes gingen die geladenen ExpertInnen in ihren Statements auf folgende Leitfragen ein:

  • 1. Wie können die SchulassistentInnen individuell begleiten und gleichzeitig ein Teil des Systems  Schule werden?
  • 2. Welche Rolle hat die Schulbegleitung in der Verantwortungsgemeinschaft an Regelschulen?
  • 3. Wie muss die Verantwortungsgemeinschaft an Schulen strukturell, organisatorisch, methodisch und personell organisiert sein,
  • 3a. um den individuellen Rechtsanspruch auf Hilfe und den Unterstützungsbedarf des jeweiligen Kindes zu gewährleisten?
  • 3b. um das multiprofessionelle Arbeiten an inklusiver Regelschule zu befördern?

Zur Verantwortungsgemeinschaft an Schulen - zu ihren personellen, organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen - erstellten die Teilnehmenden ein gemeinsames Schema.

Dokumentation des ExpertInnengesprächs

SchulbegleiterInnen zwischen EinzelfallhelferInnen und MitgestalterInnen des multiprofessionellen Arbeitens an Schulen
Eva Dittmann, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH

Schulbegleitung in Dortmund (SchubiDo)
Thomas Hilsmann, Fachbereich Schule, Dortmund
Margit Dreischer, Oesterholz Grundschule

Lübecker Modell Poolbildung Integrationshilfen an Schulen
Eva Mesch, Fachbereich Kultur und Bildung, Familienhilfen/Jugendamt, Hansestadt Lübeck
Brigitte Czermak, Koordination Kooperative Erziehungshilfe, Schule
Timur Aytekin, Koordinator schulische Hilfen, Kinder- und Jugendhilfeverbund
Roland Combach, Leiter Schulbegleitdienst, Malteser Hilfsdienst

Schulische Assistenz an den Grundschulen des Landes Schleswig-Holstein
Dr. Heide Hollmer, Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein

Unterstützende Sozialarbeit (USO) in Celle
Georg Schäfer, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Celle
Stefanie Hamburg, Sozialarbeiterin und zuständig für Eingliederungshilfe gem. § 35 a SGB VIII
Clemens Köhneke, Grundschule Nadelberg in Celle/Stiftung Linerhaus

Flexible strukturierte Integrationshilfe in Schulen (FlexsiS) in Speyer
Claudia Völcker, Fachbereich Jugend, Familie, Senioren, Soziales, Bildung und Sport, Speyer

Schulbegleiter und Schulbegleiterinnen an Förderschulen
Geistige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen:
Soziodemografie, Tätigkeitsspektrum und Qualifikation

Schulbegleitung:
Eine deskriptive Analyse der Rahmenbedingungen

Hier finden Sie einige Impressionen der Veranstaltung:

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