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Partizipation - lernen und leben - Aufgabe und Herausforderung für die öffentliche und freie Jugendhilfe -

Die gut besuchte Tagung im Dietrich-Keuning-Haus in Dortmund vermittelte neue Perspektiven und Impulse zum Thema Partizipation "lernen" als Aufgabe und Partizipation "leben" als innere Haltung. Sie ging u.a. folgenden Fragen nach: Was bewirkt Beteiligung konkret? Wie verändern sich Verwirklichungschancen und das Selbstbild der jungen Menschen? Welche Möglichkeiten und neuen Gefahren verbergen sich hinter den Neuentwicklungen des Internet? Welche hirnphysiologischen Kenntnisse haben wir darüber, wie Partizipation funktioniert, was sie bewirkt und wo ihre Grenzen liegen? Welche gesellschaftliche Funktion kommt der Beteiligung zu?

Interessante Referentenpersönlichkeiten brachten Beiträge aus Sicht der Hirnforschung und Neurologie (Dr. Zrinka Sosic-Vasic, Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Universität Ulm), der Sicht auf das Web. 2.0 / Social Media (Herr Eisfeld-Reschke, Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Berlin) und der Politikwissenschaft (Herr Prof. Dr. Brand, Uni Wien). Über 220 Fachkräfte von öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe aus dem gesamten Bundesgebiet besuchten die Tagung. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des AFET, Herrn Kröger, eröffneten die Jugendministerin NRW, Frau Schäfer, die Referatsleiterin des BMFSFJ, Frau Dr. Schmid-Obkirchner sowie der Fachbereichsleiter Erzieherische Hilfen in Dortmund, Herr Weirauch mit Grußworten die Tagung. Ein von der „Aktion Mensch“ geförderter Film der Hochschule Niederrhein zur Partizipation aus Kindersicht wurde präsentiert, bevor Herr Prof. Dr. Ulrich Brand seinen Eröffnungsvortrag hielt.

Die Fachforen konkretisierten die übergeordneten Beiträge am Beispiel der Themen "Inklusion" (Prof. Dr. Rohrmann von der Uni Siegen/Claudia Porr vom Ministerium Rheinland-Pfalz), "Ombudsstellen" (Prof. Dr. Peter Schruth, Hochschule Magdeburg-Stendal), "Partizipation/Beteiligung im Hilfeplanverfahren" (Martina Kriener, FH Münster) und „Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten als prüffähige Anforderungen für die Betriebserlaubniserteilung nach § 45 SGB VIII“ (Viola Gehrhardt, Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit).

Die fachlichen Beiträge waren von Phasen der Publikumsbeteiligung begleitet. Eine Musikgruppe „The Alfreds“, Jugendintensivgruppe des Diakonischen Werks Essen, präsentierte einige ihrer Musikstücke. Büchertische ergänzten das Programm.

Nachstehend finden Sie die Vorträge und Präsentationen:


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