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AFET-Tagungen

"Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern - Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann?"

Fachtagung am 27. September 2017 in Hannover von 10.30 Uhr bis 16.15 Uhr

Inklusive Bildung an Schulen stellt neue Ansprüche an die Lern- und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, die in einer Verantwortungsgemeinschaft von SchülerInnen, Lehrkräften, Eltern, SchulsozialarbeiterInnen, Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe sowie Ehrenamtlichen gestaltet werden. Diese Akteure tragen gemeinsam die Verantwortung für die Förderung der Kinder und Jugendlichen und sind infrastrukturell in das Bildungssystem z.B. durch die Gestaltung des Nachmittagsangebotes im Ganztag oder die Bereitstellung der Schulbegleitungen/Schulassistenzen eingebunden.

Die Eingliederungshilfe ist aktuell eine der häufigsten Unterstützungsmaßnahmen bei der Umsetzung der inklusiven Bildung an Regelschulen. In den letzten acht Jahren hat es einen massiven Anstieg dieser Hilfeform an Schulen gegeben. Zwischen 2008 und 2014 haben die Eingliederungshilfen nach § 35a SGB VIII am Ort Schule um 400 % zugenommen! (KomDat, 1/2016:5) Darunter fallen auch die Schulbegleitungen für Kinder und Jugendliche mit (drohender) Behinderung.

In der Praxis hat sich eine Vielfalt an Konzepten und Formen des Einsetzens von Schulbegleitung entwickelt. In regionalen Modellen und Projekten wird die sog. Pool-Lösung erprobt. Die Eingliederungshilfe nach SGB VIII und SGB XII versteht sich als eine Leistung, die personengebunden erfolgt, ohne Betreuung/Förderung anderer MitschülerInnen. Durch das Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetztes wird die gemeinsame Inanspruchnahme von Teilhabeleistungen von mehreren Leistungsberechtigten im Bereich Bildung und somit das Poolen von Angeboten durch die neue Bestimmung (§ 112 Abs. 4 SGB IX-E) rechtlich ermöglicht.

  • Welche Vor- und Nachteile und welche Ressourcen verbergen sich hinter dieser Regelung?
  • Wie geht die Praxis damit um?
  • Wie werden der Bedarf und die individuelle Förderung im Setting eines Gruppenangebotes bestimmt?

Antworten u.a. auf diese Fragen sollen im Rahmen der Hauptvorträge und Fachforen gefunden werden.

Die Veranstaltung richtet sich an VertreterInnen der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Behindertenhilfe, Schulen (sowohl an die Lehrkräfte und Schulbegleitungen als auch die obere staatliche Aufsicht, Schulaufsicht, Schulträger und Schulleitungen), Wissenschaft (Sozialpädagogik, Sonderpädagogik und Schulpädagogik) und die Eltern.

Hier geht es zum Programm.

Eine Anmeldung ist ausschließlich online möglich.

 

 


 

Tagungen unter AFET-Beteiligung

31.05.2017, 11.00 - 16.30 Uhr in Frankfurt/Main

Inklusion wohin? Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?!
Gemeinsame Fachveranstaltung der Erziehungshilfefachverbände Deutschlands (AFET, BVkE, EREV, IGfH)

Die Diskussion um eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe hat die Fachszene im letzten Jahr intensiv beschäftigt.
Deutlich wurde bei der Diskussion um die SGB VIII Reform, dass es mehr gemeinsamer Zeit bedarf – auch jenseits der gesetzlichen Regelungen - die richtigen Fragen und guten Antworten zu finden. Die zentralen weiterzubearbeitenden Themen müssen gemeinsam mit der Behindertenhilfe in einem Verständigungsprozess erarbeitet werden. Es gilt, jenseits aller einzelnen gesetzlichen Regelungsvorschläge, diese Fachdebatte neu zu beleben. Dazu dient das Gesprächsangebot der Fachverbände für Erziehungshilfen in Form dieser Tagung.

Anmeldungen bitte per Anmeldeformular aus dem Tagungsprogramm per Post oder Fax an den EREV