Aktuelle Themen

Tagungsdokumentationen

2017

08.12.2017 in Hannover
ExpertInnengespräch "„Finanzierungsfragen einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe"

Das sehr anspruchsvolle Ziel der Zusammenführung von Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe als eine weiterführende Neukonstruktion erfordert umfassende und erweiterte Kenntnisse zu den Rahmenbedingungen und gesetzlichen Grundlagen der beiden Bereiche und verlangt von allen Beteiligten, sich in die Denklogiken beider Systeme hineinzuversetzen.
Im Mittelpunkt des ExpertInnengesprächs standen die Fragen zur Regelung der Finanzierung von Hilfen und Leistungen bei getrennten, bzw. einheitlichem Tatbestand aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe. Anhand eines Fallbeispiels einer Familie mit multiplen Bedarfen wurden die unterschiedlichen Finanzierungen von Hilfen und Leistungen für die Familie sichtbar gemacht und folgerichtig anschließend die Frage gestellt, wie die Finanzierung bei einem einheitlichem Leistungstatbestand aussehen könnte.
Eine erste Einschätzung hierzu gaben Antje Welke aus Sicht der Eingliederungshilfe und Dr. Thomas Meysen aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe als Diskussionsgrundlage.

Das Praxisbeispiel und die PPP zu den beiden Vorträgen finden Sie hier:


09.11.2017 in Hiddenhausen
ExpertInnengespräch „Was müssen wir voneinander wissen? – Erste Schritte auf dem Weg zur inklusiven Hilfeplanung"

Das Expertengespräch - welches bei der Ev. Jugendhilfe Schweicheln in Hiddenhausen stattfand - diente einem ersten Austausch darüber, wie sich zukünftig die Systeme der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe ausrichten müssen, um eine qualifizierte inklusive Hilfeplanung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung(en) zu organisieren und anzubieten.

Mit einem auf diese Zielgruppe gerichteten Fokus und entlang eines konkreten Fallbeispiels wurden ausgewählte Aspekte der Hilfe- und Teilhabeplanung aus der Sicht der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe besprochen.

Nach den Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) sind die Jugendämter ab 2018 für die Durchführung des Teilhabeplans verantwortliche Rehabilitationsträger.

Sowohl diese Regelung als auch die Diskussionen der letzten Jahre über die inklusive Lösung und ihre Verankerung im SGB VIII stellen die Jugendhilfe und die Behindertenhilfe vor die Herausforderung, sich neu bzw. noch inklusiver auszurichten.

Im ExpertInnengespräch wurde darüber diskutiert, was das aber für die Praxis bedeutet und wie die aktuellen Verfahren der Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII und der Teilhabeplanung nach §§ 19ff BTHG und letztendlich die Gesamtplanung nach § 117 BTHG in der Zukunft auszusehen haben.

Nachstehend sind die einzelnen Präsentationen aufgelistet:


Ende Februar 2018 folgt die Dokumentation.


27.09.2017 in Hannover
"Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern - Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?"

Über 200 Teilnehmende informierten sich während der Fachtagung über die neuen Regelungen des BTHG in Hinblick auf die Möglichkeit einer gepoolten Leistung bei der Teilhabe von Kindern mit Beeinträchtigung an Bildung. Die Eingliederungshilfe nach SGB VIII und SGB XII versteht sich als eine Leistung, die personengebunden erfolgt, ohne Betreuung/Förderung anderer MitschülerInnen. Durch das Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetztes wird die gemeinsame Inanspruchnahme von Teilhabeleistungen von mehreren Leistungsberechtigten im Bereich Bildung und somit das Poolen von Angeboten durch die neue Bestimmung (§ 112 Abs. 4 SGB IX-E) rechtlich ermöglicht.

Darüber hinaus ging es in dem Hauptvortrag um die aktuellen Entwicklungen der Schulbegleitungen in Form von Eingliederungshilfe an Schulen und die Weiterentwicklung dieser Unterstützungsform im Kontext einer funktionierenden Verantwortungsgemeinschaft. Durch die Aussage: „Wir haben kein Modell, wir haben einen Prozess" wurde deutlich, dass das multiprofessionelle Arbeiten in einer Verantwortungsgemeinschaft gemeinsam entwickelt werden muss.

Wie das in der Praxis umgesetzt werden kann, zeigten die Praxisbeispiele in den Fachforen.
Die Beiträge haben es verdeutlicht, dass sich in der Praxis eine Vielfalt von Konzepten und Formen des Einsetzens von Schulbegleitung entwickelt hat.

Fachforen:

Die AFET-Expertise Nr. 11-2017 "Funktion und Funktionalität von Schulbegleitung im inklusiven Schulsystem" hier bestellen.

 


31.05.2017 in Frankfurt/Main
Inklusion wohin? Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?!
Gemeinsame Fachveranstaltung der Erziehungshilfefachverbände Deutschlands (AFET, BVkE, EREV, IGfH)

Die Diskussion um eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe hat die Fachszene im letzten Jahr intensiv beschäftigt.
Deutlich wurde bei der Diskussion um die SGB VIII Reform, dass es mehr gemeinsamer Zeit bedarf – auch jenseits der gesetzlichen Regelungen - die richtigen Fragen und guten Antworten zu finden. Die zentralen weiterzubearbeitenden Themen müssen gemeinsam mit der Behindertenhilfe in einem Verständigungsprozess erarbeitet werden. Es gilt, jenseits aller einzelnen gesetzlichen Regelungsvorschläge, diese Fachdebatte neu zu beleben. Dazu diente das Gesprächsangebot der Fachverbände für Erziehungshilfen in Form dieser Tagung.

 


28.-30.03.2017 in Düsseldorf
Der AFET auf dem DJHT

Der DJHT versteht sich als Forum für den Austausch von Politik, Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. In zahlreichen Vorträgen, Workshops oder Podiumsdiskussionen setzt er vielfältige Impulse und fördert die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Herausforderungen des Arbeitsfeldes. Neben der Fachmesse ist er zentrales Element jedes Jugendhilfetages.

Der AFET war mit einem Informations- und Gesprächsstand vor Ort, an dem AFET-Vorstandsmitglieder und die GeschäftsstellenmitarbeiterInnen für Fach- und Praxisgespräche Präsenz zeigten. Hier finden Sie dazu einige Impressionen. Außerdem gab es folgende Fachforen:

  • AFET-Veranstaltung:

Heimaufsicht und Kindeswohl im Spannungsfeld von staatlicher Aufsicht und Genehmigung, Kinderrechten und Kindeswohl und der Trägerverantwortung für eine gute Pädagogik.
Referenten:

  • Veranstaltung gemeinsam mit den anderen Erziehungshilfefachverbänden:

Auf dem Weg zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe – ein Streitgespräch zum Selbstverständnis von Jugendhilfe und Gesundheitshilfe!
Referenten: Prof. Dr.  Holger Ziegler, Universität Bielefeld und Prof. Dr. Jörg M. Fegert von der Kinder- und Jugendpsychiatrie Universitätsklinik Ulm

Hinweis:
Anlässlich des 16. DJHT verabschiedete die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ein kinder- und jugendpolitisches Leitpapier. Damit will sie den fach- und jugendpolitischen Diskurs innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe und über ihre Strukturen hinaus anstoßen.


 

27. 01.2017 in Berlin
Fachtagung „Interdisziplinäre Versorgung von Kindern psychisch kranker Eltern aus Sicht der Frühen Hilfen“

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) veranstaltete in Kooperation mit dem Universitätsklinikum
Ulm eine Tagung, die Impulse zur Verbesserung der Versorgung der Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Kontext Früher Hilfen setzen will. Ein zentrales Anliegen ist die bessere Vernetzung von Fachkräften aus unterschiedlichen Disziplinen und Hilfesystemen. Die Grundlage zur Tagung bildete das Eckpunktepapier, das Anfang 2016 mit Unterstützung von 25 Fachgesellschaften und Institutionen vom NZFH veröffentlicht wurde.  In Fachvorträgen und Workshops standen verschiedene Aspekte des Themas im Mittelpunkt.

Auch die Geschäftsführerin des AFET brachte sich mit einem Fachbeitrag ein: Übergänge gut gestalten in der Verantwortungsgemeinschaft von Gesundheitssystem und Kinder- und Jugendhilfe.

Die Organisatoren der Tagung haben eine Tagungsdokumentation angekündigt.

 

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