Aktuelle Themen

Tagungsdokumentationen

2015

24.11.2015 in Hannover:

Professioneller Kinderschutz oder (eher) Selbstschutz? Hinweise und Empfehlungen aus der Praxis öffentlicher und freier Jugendhilfeträger zum „8a-Verfahren“

Angeregt durch die Rückmeldungen aus der Praxis zu der AFET-Arbeitshilfe „Empfehlungen zum "8a-Verfahren" nach dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes…“ veranstaltete der AFET eine Fachtagung, die sich der Rolle der öffentlichen und freien Träger und den Pflichten sowie Risiken fachlichen Handelns im wirksamen Kinderschutz am Beispiel des „8a-Verfahrens“ widmete.

In den Vorträgen und Fachforen  wurde ein besonderer Augenmerk auf die aktuellen Fragen aus der Praxis der freien und öffentlichen Jugendhilfe gerichtet. In den Diskussionen ging es vor allem um das gemeinsame Verständnis des Schutzauftrages, die gemeinsame Verantwortung für den Schutzauftrag der Minderjährigen, die Rolle der SPFH im Kinderschutz und im 8a-Verfahren sowie die Funktion und Rolle des Familiengerichts.

Die thematischen Grußworte zur Rolle der öffentlichen und freien Jugendhilfeträger im „8a-Verfahren“ wurden von Claudia Langholz (AFET-Vorstand, Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie) und Thomas Walter (Jugend- und Sozialdezernent der Landeshauptstadt Hannover, Vorsitzender des Fachausschusses Soziales, Jugend und Familie des Deutschen Städtetages) gehalten.

 Die Hauptvorträge hielten:

Die Fachforen wurden in Tandems – von VertreterInnen der öffentlichen und freien Jugendhilfe – geleitet:

Impressionen der Tagung finden Sie hier.


04.11.2015 in Hannover:

ExpertInnengespräch zu aktuellen Spannungsfeldern bei der Schulbegleitung in Regelschulen

Mit Blick auf die aktuelle Debatte über die „inklusive Kinder- und Jugendhilfe“ und das Bundesteilhabegesetz sowie die Novellierung des SGB VIII möchte sich der AFET der Arbeit und Rolle der Schulbegleitung unter der „Inklusiven Perspektive“ widmen.

Am 4. November 2015 veranstaltete der AFET sein erstes ExpertInnengespräch zu aktuellen rechtlichen und fachlichen Spannungsfeldern bei der Schulbegleitung. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Mit dem auf das Kind und seine Rechte auf Teilhabe, eine adäquate Beschulung, Bildung und Förderung gerichteten Fokus befassten sich VertreterInnen der Kinder- und Jugendhilfe, des Schulwesens, Rechts und der Wissenschaft mit den Fragen: Welche Rolle spielt die Schulbegleitung an der Regelschule und was sind die aktuellen Spannungsfelder?

Durch das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention am 29.03.2009 in Deutschland besteht die Verpflichtung, die gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen in allen Lebensbereichen sicherzustellen und ihnen den Zugang zum allgemeinen Bildungssystem zu ermöglichen bzw. die dafür notwendige Unterstützung zu gewährleisten (Art. 24 Abs. 2 UN-BRK).

Die Inanspruchnahme von Schulbegleitern steigt. Im Zuge des Ausbaus von inklusiver Beschulung ist davon auszugehen, dass diese Nachfrage weiterhin wächst, was nach dem derzeitigen Finanzierungmodell einen starken Kostenanstieg für die Kinder- und Jugendhilfe und Sozialhilfe bedeuten würde. Die ExpertInnen tauschen sich über die Rolle der Schulbegleitung an Regelschulen nicht nur wegen der Kosten- und Fallsteigerung aus, sondern weil es in der Praxis vor Ort viele ungeklärte Fragen zum Aufgabenspektrum, zur Qualifikation, Rolle der Schulbegleiter, Finanzierung, zu Vereinbarungen über das Einsetzen der Schulbegleiter sowie zur Kooperation der Systeme und zur Gestaltung der Schnittstellen gibt.

Die Beispiele aus der Praxis und den ausgesuchten Regionen bestätigten, dass sich die Rahmenbedingungen und die Priorisierung der Umsetzung zwischen den Bundesländern sehr stark unterscheiden. Es wurden tragfähige Konzepte zur Umsetzung vom inklusiven Unterricht gewünscht. Oftmals fehlen notwendige Unterstützungsangebote für betroffene Kinder und Jugendliche.

Eine kontroverse Diskussion zwischen den ExpertInnen entstand im Zusammenhang mit der konkreten Abgrenzung zwischen den unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortlichkeit der Schule als pädagogischer Leistungsträger und dem Aufgabenbereich der Eingliederungshilfe bzw. Schulbegleitung. Das Bundesrecht sagt, dass bei der Schulbegleitung Maßnahmen ausgeschlossen werden, die dem Kernbereich der pädagogischen Arbeit der Schule zuzuordnen sind. Problemtisch zu beantworten ist weiterhin die Fragen: Was gehört aber zum Kernbereich der pädagogischen Arbeit an einer inklusiven Schule?

Dokumentation des ExpertInnengesprächs

Tagesordnung des ExpertInnengesprächs

1. Begrüßung
(Jutta Decarli, AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe)

2. Thematische Einführung
(Dr. Koralia Sekler, AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe)

3. Rechtliche Bestimmungen beim Einsetzen von SchulbegleiterInnen
(Lydia Schönecker, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht)

4. „Wenn man selber nicht integriert ist, dann kann man nicht als Integrationshelfer arbeiten."
Zu Spannungsfeldern im Einsatz von Schulbegleitungen aus wissenschaftlicher Perspektive

(Anika Lübeck, Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg Fakultät für Erziehungswissenschaften Universität Bielefeld)

5. Was sind die aktuellen rechtlichen und fachlichen Spannungsfelder bei der Schulbegleitung?
Austausch und Beispiele aus der Praxis:

6. Schlussrunde


 

 

16.05.2015 in Frankfurt/M.:

Junge Flüchtlinge und ihre Familien im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe!

Die Fachtagung der Erziehungshilfefachverbände hat die aktuelle Diskussion um die Flüchtlingspolitik in Deutschland, die Aufnahme in die sozialen Unterstützungssysteme und die gesellschaftliche Integration eingebettet  in die Debatte um den Gesetzentwurf zur bundesweiten und länderinternen Verteilung der unbegleiteten minderjähriger Flüchtlinge.

Der Gesetzentwurf gab Anlass für einen lebhaften Fachaustausch über die darin beschriebenen Zielsetzungen, Verfahren und Abläufe. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten VertreterInnen öffentlicher und freier Jugendhilfeträger über die Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe und die notwendigen rechtlichen, fachlichen, politischen und organisatorischen Integrationsleistungen der  Gesamtgesellschaft für ALLE Flüchtlingskinder.


25.03.2015 in Hannover:

Die "Schwierigsten" - zwischen allen Stühlen!?- Erziehungshilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie auf der Suche nach ihren Rollen und Aufgaben

Die Suche nach einem gemeinsamen Verständnis von Jugendhilfe und von Kinder- und Jugendpsychiatrie, ihren unterschiedlichen Aufgaben und Rollen und nach der „richtigen“ Kooperationen bestimmte die Hauptvorträge aus der jeweiligen Sicht der Gesundheitshilfe und der Erziehungshilfe. In den Fachforen stellten erfahrene und engagierte PraktikerInnen ihre Konzepte zur Diskussion und gingen gemeinsam mit den TeilnehmerInnen  der Frage nach, was eine gute krisenfeste Jugendhilfe vor Ort an rechtlichen, fachlichen, medizinischen und flexiblen Lösungen und Hilfen braucht und wie die besten Fachkräfte für die eigenwilligsten Kinder ausgebildet und gewonnen werden können. Das Programm der Fachtagung finden Sie durch anklicken der Überschrift und die Dokumentation der Fachvorträge „Die Schwierigsten zwischen allen Stühlen?  – wer macht hier eigentlich was?“ finden Sie nachstehend:

HIer finden Sie einige Impressionen der Tagung.

 


27.01.2015 in Hannover:

"Vereinbarungen ambulanter Erziehungshilfen - nur im Dialog entsteht Qualität"

Unter großer Beteiligung von öffentlichen wie freien Trägern fand die gemeinsame Tagung vom AFET und der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter zu „Vereinbarungen in den ambulanten Erziehungshilfen“ statt. Nicht nur das ausgewogene Verhältnis anwesender öffentlicher sowie freier Träger und die große Resonanz ist als positiv zu werten, auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchgängig so, so dass wir als Veranstalter von einer sehr erfolgreichen Tagung sprechen können.

Eindrücke von der Veranstaltung vermitteln die Fotos. Inhaltliche Informationen finden Sie nachstehend:

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